Von Neuseeland über Europa bis Amerika: Der Protest gegen die Banken wird zum globalen Ereignis. In Deutschland können die Demonstranten auf die Linkspartei ebenso zählen wie auf die CDU
In Madrid demonstrierten sie gestern – natürlich auch dort, denn Spanien ist, angestoßen durch den arabischen Frühling, das Ausgangsland der weltweiten Sozialprotestwelle geworden.
Am 15. Mai waren in etlichen spanischen Städten erstmals “Indignierte” gegen die Reformpolitik des sozialistischen Kabinetts Zapatero auf die Straße gegangen. Ein halbes Jahr nach der spanischen Erstkundgebung sind nun gestern weltweit Tausende auf die Straßen gegangen – von Stockholm über Warschau und Sarajevo bis Rom, von London bis New York und Seattle, von Hongkong, Tokio und Seoul bis Sydney und auch in zahlreichen deutschen Städten. Die Teilnehmerzahlen schwankten von wenigen Hundert in Wellington (Neuseeland) über mindestens 5000 in Frankfurt bis zu über 100 000 in Rom. Dort kam es bis zum späten Nachmittag zu Gewalttätigkeiten, als Vermummte mehrere Autos ansteckten. 70 Menschen wurden verletzt. Auch in Berlin demonstrierten Tausende. Die Polizei drängte einige von ihnen mit Pfefferspray zurück.
Geschrieben von: Redaktion - Berlin
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